Handspindel
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Meine beiden Blogwächter



Ramses, der Kleine



Bobic, das Dickerchen 

Die Bilder der Stoffe

Endlich nun die Bilder einiger der Stoffe, mit denen ich nicht so recht was anfangen kann, weil sie mir entweder zu heftig gemustert sind (wie der aus den 80er Jahren) oder weil die Farben mir nun nicht wirklich zusagen (wie diese grünen bzw orangen Prilblumenteile *schauder*)

das Heftigste gleich zu Anfang:



und noch eine andere Ansicht:



das tragische an diesem Stoff ist, dass er vom Anfassen her der Schönste ist. So ein richtig warmer Flanellbezug. Leider taugt er auch als Bettbezug nicht viel, da sich meine leichten Decken schon nach kurzer Zeit entweder an die Füße oder an den Kopfteil hangeln und dort rumklumpen. Der war auch der erste Stoff, bei dem ich daran dachte aus den normalen Bettdecken halt Patchworkdecken zu machen, da es bei diesen leichten Seidendecken, die ich habe halt immer wieder so passiert.

Aber sind diese Muster nicht unglaublich? Und das Ganze ist meines Erachtens auch zu dunkel als das ich es noch groß färben könnte.

Hier nun die 70er Jahre mit eigenartigen Blumen in eigenartigen Farben. Für 70er Jahre eigentlich noch dezent, aber nicht wirklich für meinen Geschmack:



so etwas ähnliches gibt es dann noch in orange:



Würden meine Brüder in diesen Blog schauen, könnten sie wahrscheinlich die Stoffe sogar wiedererkennen, da sie, glaube ich, damals von ihnen benutzt wurden. Sie sind also wirklich und authentisch um die 30 Jahre alt. Stört an sich nicht, die Stoffe sind noch gut (ok, den einen hatte ich noch nicht nach dem Waschen gebügelt), aber die Farben sind einfach nicht meines. Die grünen und orangen Blumen könnte man vielleicht noch miteinander irgendwie kombinieren und noch einen dritten, neutralen Stoff reinbringen um das Ganze etwas aufzulockern. Und die orangen Blumen könnte ich vielleicht mit Tee oder etwas ähnlichem optisch altern lassen, damit das orange nicht ganz sooo aufdringlich ist.

Nun noch ein Paar, das ich mir erst letzte Woche auf dem Tierheim-Flohmarkt gekauft habe. Ich mag diese Farben und kann mir auch gut eine Patchworkmusterung vorstellen, in der ich sie verarbeiten werde. Ich denke, sie werden dann wohl mein erstes Projekt werden, da ich mit den andern eben noch nichts anfangen kann.



Die Farben sind typisch für Bettezeug aus den 50ern und die Baumwolle fühlt sich auch so an, also nehme ich an, sie sind tatsächlich so alt. Entschuldigung, das viel schöner klingende Wort dafür ist vintage fabric ;o)

Aber ich mag die Farben. Als Bekleidung würde ich damit nicht tot überm Zaun hägen wollen, aber für eine Patchworkbettdecke (die ich auch benutzen möchte und nicht nur zur Zierde rumhängen habe) finde ich sie superschön *s*

Handspindel 28.06.2008, 19.37 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Quilten Patchwork | Tags: quilt patchwork

Ich hab da ein Problem

spätestens seit wir dieses Mal in Frankreich waren, möchte ich meinen Vorsatz endlich mal umsetzen. Mich nervt diese dauernde Bettwäschewascherei und ich würde sie gerne auf ein Minimum reduzieren. Die meines Erachtens beste Möglichkeit dazu wäre es wie die Briten, Franzosen oder sonstwer zu machen und einfach zwischen zwei Laken zu schlafen. Ja, die müssen noch gewaschen werden, aber es macht einfach einen Unterschied, ob ich die Laken wasche, trockne, bügle und hinlege oder ob ich die Betten komplett abziehe, wasche, trockne, bügle und wieder aufziehe. Ist einfach mehr Arbeit. Nun brauche ich natürlich noch Decken für den Winter und da wollte ich mir aus älteren Bettbezügen im Prinzip Patchworkdecken nähen. Leider haben mich meine Eltern nicht mit wunderbaren Stoffen versorgt, sondern es sind entweder grauslige Braun-/Gelb-/Beigetöne aus den 70ern oder es sind eigenartige, nichtssagende Farbkombinationen. Ich werde bei Gelegenheit mal ein Bild machen.

Mein Problem ist nun, wie kann ich diese grausligen Bettbezüge noch sinnvoll einsetzen und daraus auch noch Decken machen? Ich möchte einfach nichts Neues kaufen wenn mir die Schränke von all den anderen Bettbezügen (also im Prinzip Stoffen) überquellen.

Eine wirkliche Aufgabe an die Kreativität.

Handspindel 25.06.2008, 18.48 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Quilten Patchwork | Tags: Quilt, Nähen,

Zu heiß

Nichts Neues von hier. Irgendwie ist es zu heiß zum Spinnen (bedauernde Grüße an die Westfront, wo es nur regnet *winke*) und mit dem Aran komme ich nicht so recht voran. Im Augenblick habe ich den Punkt erreicht, wo der Baumstamm in die Äste übergeht und finde die Beschreibung einfach nur kryptisch. Wahrscheinlich hängt mir ein riesiges Brett vor dem Kopf, jedenfalls hänge ich und das Teil damit auch. Zum Nähen fehlt mir auch die rechte Lust und auf dem Gurtwebgerät habe ich so ne blöde Kette, die mit dem geplanten Garn nicht so recht harmoniert, da komm ich also auch nicht weiter.

Ich werde wohl was Neues anfangen müssen, denn das WE saß ich ohne was zwischen den Fingern da und das taugt auch nichts.

Immerhin bin ich mit dem Aufräumen der Garage weitergekommen. Jetzt muss ich noch unsern riesigen Kugelgrill säubern, damit ich ihn zum Verkauf anbieten kann. Ich hatte mir vor 5 Jahren mal einen Kugelgrill gekauft, so ein unglaublich teures Teil aus der Schweiz, voll emailliert und sehr robust. Allerdings taugt das für uns 3 bis maximal 4 Leute einfach nichts und nun habe ich mich entschlossen ihn einfach weiterzugeben.

Handspindel 23.06.2008, 06.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines und Alltägliches /

Spinnradgalerie

wie ihr euch denken könnt, hab ich die letzten Tage nur an meinem neuen Rädle gesessen. OK, natürlich nicht ausschließlich, denn ich hatte auch noch ein paar andere Dinge zu tun wie bei dem Gemeindefest der Thomasgemeinde in Darmstadt dabei zu sein, wo wir uns ja sonst immer alle 2 Wochen Donnerstags treffen und im Garten musste was gemacht werden usw, aber ansonsten war ich an meinem neuen Rädle *bg*

Und da vereinzelte Lästermäuler nun mich schon darauf aufmerksam machten, dass ich ja schon wieder ein Spinnrad bekommen hätte, dachte ich, ich stell einfach mal die versammelte Radschaft so vor ;o)

Mein Humanus aka Frau Holle


mein erstes und immer noch liebstes Rad. In die Dame hatte ich mich vom ersten Moment an verliebt, als ich sie bei einer Freundin Probe spinnen durfte. Damals war ich noch vollkommen unbedarft was Spinnräder anbelangt und saß an ihr und es ging einfach. Sie stammt aus der Schweiz und wird dort in den Werkstätten des Humanus-Haus hergestellt. Entworfen wurde die Dame vor ca 30 Jahren von schweizer Anthroposophen als Therapiegerät für MS-Kranke. Sie hat zwei Übersetzungen, läßt sich dank ihres Mittelwiegtrittbrettes mit einem oder mit zwei Füßen treten und ist eine ausdauernde Arbeiterin, die zudem auch noch leicht ist. Diese Leichtigkeit hat natürlich auch ihren Nachteil, wenn man zu schnell tritt (einfach um ein bisschen mehr Drall drauf zu bekommen), fängt sie das vibrieren an wie ein alter Käfer bei 80 auf der Autobahn. Nicht schön. Daher war mir schon bald nach einem Rad, dass Schnellspinnen kann. Davor kam allerdings die Nicky ins Haus.

Das Reiserad Nick aka die Nicky


Die Nicky ist eine ziemlich coole Entwicklung von Tom und Ela Walther, denn man kann sie auseinandernehmen und so in Einzelteilen transportieren. Die Spinnhaltung ist aufgrund der freischwebenden Beine etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich finde sie sehr entspannend und es macht Spaß. Durch ihre vielen Übersetzungen und die Belastungsfähigkeit ist sie durchaus auch alltagstauglich, also nicht nur für das eine oder andere Mal auf einem Spinntreffen einsetzbar. Mir macht die Nicky nach wie vor Spaß und ich mag sie einfach sehr. Aber sie erfüllte eben immer noch nicht mein Bedürfnis nach einem Schnellspinnspinnrad. (Wobei das nicht so 100%ig stimmt, auch die Nicky kriegt verdammt viel Drall auf den Faden ohne dass man sich zu Tode demeln müsste, aber ihr wisste ja wie das ist, irgendwie fehlt einem immer ein bisschen was *bg*) Aber bevor mir der Wunsch nach dem zweifädigen erfüllt wurde, stolperte ich bei ebay zufällig über die Polly.

Poly Pipy aka Polly


Die Polly ist zum dick spinnen gedacht, sonst nichts. Und eigentlich brauchte ich sie auch nicht, aber ich sah sie bei ebay und wusste, sie ist eine antiquarische Schönheit und so musste ich sie ersteigern. Wem das Design bekannt vorkommt und wen es an den Country Sipnner von Ashford erinnert, der hat recht. Die Polly ist sozusagen das Ursprungsmodell des Country Spinner von Philip Poore irgendwann in den End70ern oder Anfang 80ern erbaut. Der hat dann seine ganzen Modelle erst an Ray Chisholm verkauft und schließlich landete alles bei Ashford. So schließt sich der Kreis wieder.

Das Tom Triskell oder die Anne

Ihr Bild kennt ihr ja bereits. Ich darf sie ja nun seit ein paar Tagen spinnen und bin so begeistert. Sie ist ruhig und gelassen und spinnt schnell mit viel Drall wenn ich mag und mit dem Zweifädigen komme ich auch erstaunlich gut klar. Alles in allem ist sie alles, was ich mir so vorgestellt hatte.

So, nun habt ihr meine Spinnräder mal alle gesehen, ich denke, demnächst sollte ich der Fairness mal mit meinen Spindeln weitermachen *harharhar*

Handspindel 16.06.2008, 19.30 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

Oh Freude

Stand doch gerade eben der Paketbote vor meiner Tür und hatte dieses Paket dabei:



naja, ich hatte es schon erwartet und lief ihm mit einem freudigen: "Oh wie schön, mein Rädle!" entgegen. Er war irritiert *g* Und natürlich, das Paket war von Tom Walther und enthielt mein neues Rädle



ich freu mich so und nun geh ich ans Spinnen, komme was wolle *bg*

Handspindel 12.06.2008, 11.43 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

Slow Craft - Entschleunigen III

Was Gudrun in ihrem Kommentar geschrieben hat, hat mir unglaublich gut gefallen. Man solle sich der Dinge, die man tut, bewusst sein bzw bewusst werden, "entschleunigen". Gerade dieser Begriff fehlte mir bislang, wird doch bis dato diese Diskussion hauptsächlich auf amerikanischen Seiten betrieben. Danke dir dafür.

Die Bewusstwerdung des fabrizieren und des Umgangs mit den Materialien hat mich an ein altes Sprichwort erinnert, das mir die Tage bei durchblättern eines wirklich alten Stickbuches mal wieder in die Augen gefallen ist:
 If a thing's worth doing, it's worth doing well ... oder auf Deutsch: was du tust, tu es richtig.

Ich denke, wir vergessen manchmal dieses große Glück in dem wir leben. Wir müssen unsere Handarbeit nicht aus den Grundbedürfnissen heraus ausüben gewärmt und bedeckt, gekleidet und geschmückt zu werden, sondern wir können sie ausüben aus Liebe zur Materie, aus Freude an der Tätigkeit und ja, vielleicht sogar auch aus Langeweile. Wird ein Pullover nicht heute fertig, so dann morgen, aber wir müssen in der Zwischenzeit nicht nackt rumlaufen und frieren. Entsprechend können wir uns für das Ding die Zeit lassen, die das Ding benötigt.

Handspindel 11.06.2008, 07.41 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: slow craft / Nachhaltigkeit

Spinnen und Zwirnen auf einer Spindel

äh, ja? ... werdet ihr jetzt sagen, aber was ich bei rosemary knits gesehen habe, ist nicht einfach nur Spinnen und Zwirnen auf einer Spindel, sondern quasi in einem Aufwasch. Tammy Rizzo hat eine Möglichkeit gefunden, wie man erst auf einer Spindel eine Armlänge voll spinnt und diese dann sofort auf derselben Spindel Navajo verzwirnt. So cool. Ich liebe neue, überraschende Spindeltechniken. Anbei ein Foto von meinem ersten Versuch, den ich natürlich sofort starten musste *bg*



... sieht aus wie normales Navajo gezwirntes Garn und das ist auch der Sinn der Sache. (OK, ich hatte auf die Schnelle nur etwas Rhönschaf Kardenband zur Hand, deswegen ist die ganze Sache ein wenig strubbelig geworden, aber man kann das wesentliche darauf erkennen, denke ich *g*)

Am Anfang war ich ein bisschen skeptisch ob es nicht einfach nur eine coole neue Technik ist, aber beim Ausprobieren sah ich dann durchaus Anwendungsmöglichkeiten. Immerhin bekommt man am Ende eine volle Spindel bereits gezwirntes Garn und alles ohne runterwickeln oder zweite Spindel.

Rosemary hat auch ein Video dazu bei blogger und eines bei youtube stehen. Hier der Link zum
youtube Video

Handspindel 10.06.2008, 21.28 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

Was in aller Welt ist slow craft? II

dies ist die große Frage. Wodurch zeichnet sich slow craft eigentlich aus? Dadurch, dass ich alles mit der Hand mache, keine Maschinen benutze? Also Handspindel vor Spinnrad und selbst gesponnenes vor gekauftes Garn? Selbst nähen vor Kaufen? So ganz kann es das ja wohl nicht sein.

Das denkt sich auch sharon b von in a minute ago. Bei ihr geht es letztendlich um den bewussten Umgang mit der Materie. Darum, dass man sich Gedanken macht und nicht nur einfach 5 Minuten Geschenke hinpfuscht. Zwei weitere, die dieses Grundprinzip leben sind Jude Hill von spirit cloth und what if und Karen Ruane von contemporary embroidery. Auf allen drei Seiten treibe ich mich nun schon seit Wochen offenen Mundes und Geistes herum und versuche mich inspirieren zu lassen ohne zu kopieren. Bislang sind meine inspirierten Versuche allerdings eher genau das, aber die drei haben ihre Kunst ja auch nicht in ein paar Wochen entwickelt, also Geduld, meine Liebe.

Jedenfalls zeigt sich bei ihnen sehr schön eine Seite der slow craft.  Die gedankenvolle Beschäftigung mit allem was sie fabrizieren (diesen Prozess kann man nicht mehr als herstellen bezeichnen, zu detailiert, zu inspiriert arbeiten die drei Damen und zu sehr klingt Herstellung nach Industrie). Immer und immer wieder werden dieselben Sachen in die Hände genommen und immer wieder wird an ihnen weitergearbeitet oder Stücke, die als nicht gelungen angesehen werden, werden auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Alles was sie handwerken enthält eine Geschichte.

Nun waren sharon b's Ausgangspunkt diese Fertigprodukte, die Handwerken zu einem Zusammenkleben von Fertigteilen verkommen läßt und deren Lebensdauer in etwa der Dauer ihrer Produktion entspricht, sozusagen "crafty fast food" als das genaue Gegenteil von slow craft. Ich muss gestehen, mir entgeht der Sinn dieser Dinge und es ärgert mich manchmal, dass man nicht einmal mehr in einen angeblich gut bekannten und gut sortierten Quiltladen gehen kann ohne dort schräg angesehen zu werden, weil man a) alles mit der Hand näht und b) nicht eines dieser dummseligen Kits haben will, wenn einem einfach nur eine Farbe fehlt, die man dann halt mit einem neuen Stoff ergänzen muss. Auch der Gedanke, dass ich an einem Mantel arbeite hat die Verkäuferin dort ziemlich durcheinander gebracht. Aber es sei jeder selbst überlassen, wie sie ihre Hobbies betreibt - Leben und leben lassen. Nur mit craft und gar mit slow craft hat das nun wirklich nichts mehr zu tun.

Wobei ich damit nicht meine, dass slow craft nun ausschließlich mit der Hand genäht werden müsse. Das liegt nun auch nicht jeder. Ich meine damit aber, dass jedes Teil, das man fertigt einen berühren solle und eine wichtige Rolle im Leben spielen muss. (Mit ein Grund, warum ich Handgearbeitetes nur noch an Menschen verschenke, die es zu schätzen wissen). Womit ich auch zu meinem persönlichen Steckenpferd (seit einiger Zeit) komme: Nachhaltigkeit.

Was nutzt mir die ganze schöne slow craft-Bewegung, wenn ich doch nun wieder alles neu kaufe und damit wieder zur ökologischen Wildsau werde? Und was nutzt es mir, wenn ich einerseits alles mögliche mit der Hand arbeite, andererseits aber dann doch wieder in den sweatshop gefertigten T-Shirts und Hosen rumlaufe?

Doch wer ist schon perfekt, frage ich mich. Und dieser Teil des Ganzen fällt nun wirklich am schwersten. Wie gesagt, auch ich gehe dann doch einmal in einen Quiltladen um mir irgendeinen neuen Stoff zu kaufen, weil mein Stofflager aus alten Stoffen und Kleidungsstücken nun nur selten Gelb hergibt und ich es nun eben "eilig" habe mit einem Projekt weiterzumachen und ich mir halt Gelb einbilde.
gemeint ist der Stoff für jenes Teil:
,
es musste ja unbedingt gelb sein und ich musste es "sofort" haben und nicht erst auf den nächsten Flohmarkt warten, in der Hoffnung dort das passende Gelb zu finden.

Dies soweit erst einmal von mir. Ich könnte dazu Romane schreiben und wer mich kennt, weiß, ich höre nicht so schnell von alleine auf, wenn ich erst einmal auf einem meiner Steckenpferde sitze. ;o) Kommentare? Meinungen?

Handspindel 09.06.2008, 19.53 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: slow craft / Nachhaltigkeit

Slow Craft, Nachhaltigkeit I

seit einigen Jahren (nun auch schon um die 15) geistert nun der Begriff "slow food" durch die Gegend. Gemeint ist damit Nahrung, deren Bestandteile möglichst entweder selbst angebaut werden oder die wenigstens regional produziert worden sind und die man sich selbst zubereitet. Der Grundgedanke dabei ist, sich wieder auf die Jahreszeiten zu besinnen und saisonal, regional einzukaufen damit die eigene Nahrung möglichst wenig Kilometer verbraucht, Massentierhaltung entgegengewirkt wird, die Sinne geschärft werden und die heimische Küche unterstützt wird und damit man (das kam dann etwas später hinzu) möglichst wenig CO2 produziert.

Inzwischen gibt es ganze "slow movements", "slow cities" (Italien ist hier ganz groß, dort wurde auch der Begriff "slow food" geprägt) und "slow" sonstirgendwasse. Letztes Jahr kamen dann noch die LOHAS dazu und man sieht schon den neuesten Marketinggedanken dahinter.

LOHAS bezeichnet einen "Lifestyle of Health and Sustainability" und bedeutet letztendlich "ökologisch Leben durch ökologisches Einkauf". Mit Betonung auf "Kaufen". Schluss mit der Selbstkasteiung, wir wollen genießen und konsumieren und trotzdem unser schlechtes Gewissen beruhigen. Kein Wunder, dass die entsprechenden Internetseiten auch eher Einkaufsführern ähneln und schicke, junge Menschen in entsprechender schicker Kleidung in schicker Umgebung zeigen. "Moralische Hedonisten" werden sie in einem taz-Artikel genannt, aber auch "Trend Opportunisten". Man wird sehen, was in ein paar Jahren von dieser "Bewegung der Individualisten, die über den Geldbeutel bestimmen" ("Ich kaufe also bin ich Bestimmer") übrig geblieben sein wird. Persönlich stehe ich diesem "Lebensstil" etwas skeptisch und zerrissen gegenüber. Aber dazu später noch mehr.

Und nun stieß Red Thread Studios letztes Jahr im Dezember eine Diskussion über "slow cloth", "art cloth" und "slow craft" im Allgemeinen an, die durch einen entsprechenden Artikel bei Sharon B What is slow cloth? einen kleinen Rumms durch einige amerikanische Blogs machte und mich seitdem nicht mehr losläßt.

Einen Teil dieses Blogs möchte ich daher diesen Gedanken und dieser Diskussion widmen (sofern denn eine zustandekommt und ich nicht Monologe führe, für die ich bekannt bin^^)

Einige Links dazu:
slow food Deutschland
LOHAS Deutschland
slow movement

Handspindel 09.06.2008, 19.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: slow craft / Nachhaltigkeit

Urlaubsnachtrag

wir hatten ja schon ziemliches Glück in unserem Urlaub. Eine kleinere Pannenserie begann damit, dass GöGa schon am ersten Abend, als wir ankamen, meine Sonnenbrille (die, die ich beinahe daheim vergessen hatte) überfuhr.

So sah das Etui aus:



die Brille hatte es, bis auf ein paar kleinere Verbiegungen, die ich selbst mit einer Zange richten konnte, überlebt. Wie auch immer. Aber auch das nannte ich schon ziemliches Glück.

Jedenfalls brachte ich heute früh unser Auto zur vereinbarten Inspektion und sie stellten fest, dass wir nicht nur irgendein angefressenes Kabel hatten, sondern auch einen Nagel im hinteren Reifen. Dass dieser Reifen ein Problem hatte, fiel uns an einer Raststätte auf der Heimfahrt auf. Dort machte uns ein netter Mensch darauf aufmerksam, dass der Reifen platter ist als die anderen. Wir füllten Luft auf, sahen uns das Ding an, fanden nichts, kontrollierten es alle paar Hundert Kilometer immer wieder, es hatte immer noch Luft und - um ehrlich zu sein - vergaßen es. Nun fand die Werkstatt in genau jenem Reifen einen Nagel. Mit all den anderen Inspektionssachen wird das Auto dann halt eben erst morgen oder übermorgen fertig und an die Rechnung denke ich überhaupt nicht *beg* Wir sind heil aus dem Urlaub die 1200 km aus dem Urlaub gekommen ... alles Glückssache, oder? ;o)

Handspindel 09.06.2008, 19.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines und Alltägliches /

Bilder vom Treffen in Darmstadt

Hej,
wusste ich's doch, jemand (Waltraud) war ganz fleißig und hat ganz viele Bilder gemacht. Die kann man in einem eigenen Flickr-Album anschauen, das Krümel dafür angelegt hat. Viel Spaß dabei *s*

Handspindel 09.06.2008, 08.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

Darmstadt

Schön war's gestern. Wirklich schön. Ich hab mich mit vielen netten Leuten unterhalten, viele interessante neue Sachen gesehen und hatte einfach Spaß. Natürlich hatte ich zwar meine Kamera dabei, aber nicht ein Foto gemacht, dafür hatten andere
zwar ihr Spinnrad dabei, aber nicht einen Zentimenter drauf gesponnen :D Man kann halt nicht alles auf einmal. Aber ich bin sicher, die nächsten Tage werden schon die ein oder anderen Bilder in diversen Blogs auftauchen.

So ganz standhaft bin ich dann auch nicht geblieben, denn wollpoldi war da. Eigentlich hatte ich mir ja schon vor einigen Wochen bei ihr was bestellt (sündhaft weiches Kaschmir/Seide-Vlies), aber dann konnte ich doch nicht vor ihren (ebenso sündhaft weichen) Wolle/Seide-Abschnitten Halt machen und hab mir ein Tütchen voll mitgenommen. Zum Glück habe ich überhaupt keinen Überblick über meine stash Mengen ;o)

Handspindel 08.06.2008, 20.58 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

wundersam



dieses wundersame Schneckenwesen klebte gerade an unserer Hauswand als ich mit den Hunden vom abendlichen Spaziergang zurückkehrte. Ich meine, es sieht aus wie eine Schnecke, aber eigentlich mehr wie eine von diesen Aquariumsputzern, nicht unbedingt wie eine, die quasi auf dem Trockenen lebt. ... Wobei natürlich GöGa treffend bemerkte: es hat heute ja schon genug geregnet ;o)

Handspindel 08.06.2008, 20.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines und Alltägliches /

Morgen: Spinntreffen

Morgen treffen wir uns zu einem Spinntreffen in Darmstadt in der evangelischen Thomasgemeinde in der Flotowstr. so ab 10 Uhr. Ich freue mich schon drauf. Nachher muss ich noch einkaufen für den Tabouleh-Salat, damit ich den morgen früh schnell zusammenmischen kann. 

Handspindel 06.06.2008, 10.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

Ein Klassiker

in den letzten Tagen des Urlaub schon angefangen und seitdem immer wieder weitergestrickt wurde ein Klassiker:

ein Aran für - man glaubt es kaum - meinen Mann.
Und zwar ging die Geschichte so: vor einiger Zeit (ich glaube, es war Januar) lief in der Spinnstubb ein Link durch, der zu einer wunderschönen irischen Seite führte: clanarans.com

Dies ist eine Firma, die unterschiedliche Muster für so genannte "Clanarans" anbietet. Ist historisch gesehen natürlich unsinnig und Tourizeug, es gab und gibt keine irischen Clans in dem Sinne und keiner der Familiennamen hat ein eigenes Aranmuster. Aber - sieht man davon mal ab - sind es unglaublich schöne Arans. Und weil mein Mann sich für alles Irische interessiert, zeigte ich ihm die Seite und siehe da, er war begeistert. Und wenn GöGa schon einmal von einem gestrickten Pullover begeistert ist, muss man es ausnutzen. Ich lies ihn sich ein Muster aussuchen.

Nun kann man diese Arans fertig gestrickt kaufen oder man kann das Garn mit der Anleitung bekommen. Wozu stricke ich? Also Garn mit Anleitung. Zugegeben, die Lieferzeit war ein bisschen lang, denn das Muster musste erst auf die entsprechende Größe umgerechnet werden, was locker mal 2 Monate dauerte und ich wahrscheinlich auch deutlich schneller hinbekommen hätte, aber so eilig hatte ich es mit dem Pullover nun auch nicht. Schließlich erreichte mich das Paket mit dem Garn und der Anleitung irgendwann im April, so dass ich es noch locker mit in den Urlaub nehmen konnte.

Die Anleitung ist nicht wirklich was für die unsichere Strickerin und ein bisschen Erfahrung im Lesen englischer Zeilenanleitungen und im Stricken von Zopfmustern sollte man dafür schon mitbringen, denn alles ist eher knapp und sporadisch gehalten. Bislang hielt sich meine Improvisation in Grenzen. Maschenanzahl blieb bei deutlich dünnerer Stricknadel erstaunlicherweise dieselbe (ich stricke mit einer 3.5er, angegeben ist eine 5er) nur die Reihenzahl stimmt nicht, so dass ich das ein wenig anpassen muss. Aber wir reden hier von einigermaßen flexiblen Zopfmustern, das ist soweit kein Problem. Ein schönes Nebenbei-Projekt für's Video schauen und nicht groß denken müssen.

Fertig soll er übrigens so aussehen ;)

Handspindel 06.06.2008, 10.42 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

Wo ich die letzten 14 Tage war:

hier:



das ist der Blick von unserem Ferienhaus aufs Meer, welches gar nicht so weit entfernt war, wie es scheint. In etwa 5 min konnte man am Strand sein, von wo aus man den gesamten Küstenwanderweg zur Verfügung hatte.

Handspindel 02.06.2008, 13.33 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines und Alltägliches /

Fingerübungen / Etudes

Und weil ich vor dem Urlaub wieder angefangen habe zu Sticken, musste ich natürlich im Urlaub gleich vor mich hindaddeln und diese kleinen Beutelchen als Fingerübungen gestalten. Frau hat ja sonst nichts zu tun ;O)



Einen Zweck haben sie auch. Sie werden als Umverpackung für die kleinen Kleinigkeiten für zwei liebe Menschen verwendet *s*

Bevor ich mich an diese machte, fiel mir noch ein, dass mein Zen keine rechte Tasche besitzt und so stickelte ich an diesem Beutelchen rum:


Handspindel 02.06.2008, 13.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sticken / Embroidery | Tags: sticken, embroidery,

Hej

noch steht hier nichts, man kann also getrost weitergehen. Demnächst wird sich hier Spindelchen einnisten, die bislang mehr oder minder unregelmäßig bei myblog.de war.


Nur Geduld, es kommt dann schon was, wird aber noch so 2-3 Wochen dauern.

Handspindel 15.05.2008, 10.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines und Alltägliches /

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