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Cupcakes und Quilts
Hier nun die versprochenen Bilder der Cupcakes ;o)

ein Sortiment Mini-Cupcakes, die mir zum Probieren gemacht wurden. Sie haben nicht ganz das effet wie die Großen, aber sie schmecken wie kleine Pralinen, einfach lecker. (Und man kann natürlich mehr davon essen *g*)

zwei der Großen: links ist eines, ein bisschen wie eine Schwarzwälderkirschtorte (nur ohne den Alkohol) mit lecker Schoki (und Sahne, deswegen habe ich es nicht probiert) und rechts ist mein absoluter Liebling: ein Cocos-Cupcake. So was von lecker, yum
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Doch nun zu den Quilts/Patchworkdecken.
Seit gestern läuft mal wieder das Quiltfestival in Aschaffenburg und weil's so schön um die Ecke ist, musste ich natürlich auch wieder hin. Diesmal haben sie es nicht über Räumlichkeiten quer über die ganze Stadt verteilt gehabt, sondern nahezu alles geballt in der ehemaligen Unterfrankenhalle (die nun f.a.n. frankenstolz arena heißt - musste das sein?) gesammelt. Entsprechend der Ausstellungsliste hatte ich mir mehr ausgestellte Quilts erwartet gehabt. Und wahrscheinlich waren es auch wirklich viele, aber nach 2 Stunden hatte ich das Gefühl, alles geht unter den Verkaufsständen unter.
Die einzigen wirklich schönen Quilts, nämlich die der Heidelberger Handnähgruppe, wurden so - entschuldigung - beschissen präsentiert, dass man kaum Licht in der Ecke hatte. Und dabei waren die wirklich schön. Quilts bzw Patchworkdecken, die den Namen wirklich verdient hatten. Ja, an sich sehr traditionell, aber voller Leben und Spannung. Gefertigt aus, wie es schien, vielen alten Stoffen. (Einige waren auch bestimmt mindestens aus den 60ern, ich habe die Hausschürzen meiner Großmutter darin erkannt) Was man von den meisten anderen nicht wirklich sagen konnte. Ich finde halt immer, dass nagelneuen Stoffen der Charakter fehlt und man mit den wie vorgefertigt wirkenden maschinengequilteten Wandbehängen nicht viel anfangen kann. Technisch sicherlich einwandfrei, einige sogar brilliant. Aber es fehlt die Geschichte, sie sprechen nicht mit mir. Da wird dem ganzen dann ein Thema aufgesetzt, man arrangiert Farben und Formen gemäß dieses Themas, aber letztendlich ist es wie aus dem Möbelhauskatalog. Künstlich arrangiert und ein bisschen wie Malen nach Zahlen. Das wirkliche Leben fehlt.
Bei den handgenähten der Heidelberger Damen gab es so kleine, winzige und witzige Stückchen. Das Stückchen Stoff, auf dem zwei Kinder aufgedruckt waren. Die Rosen, die voller Übermut umquiltet wurden, der Restequilt, der aus ich weiß nicht wievielen Miniaturhexagonen bestand, die auch noch in allen Ecken glitzernde Perlchen sitzen hatten usw.
Aber das Schlimmste war, dass nahezu der gesamte Innenraum der Halle von Verkaufsständen zugestellt war. Ja klar, hatten die auch jeder (oder fast jeder) brav ihre "tollen" Quilts da hängen (mit den Schildchen, dass das Kit hier gekauft werden kann), aber es wurde nur verkauft. Ich wundere mich ja schon nicht mehr über die Geldmasse, die in diesem an sich eher bescheidenen Hobby steckt. Ich wundere mich auch schon lange nicht mehr über diese Maschinenparks, die da aufgefahren werden. (OK, der Abschuss war diesmal die Nähmaschine, die offensichtlich nur für Sashiko-Stiche da ist. Es gibt doch immer wieder noch Dinge, die mich überraschen.) Aber diese Unmasse an Stoffen, Garnen und vor allen Dingen fertig zusammengestellten Quiltvorlagen mit der entsprechenden Menge Stoffe und Garne und was weiß ich nicht noch alles, das erschlägt mich jedes Mal auf's Neue. Was allerdings langsam wirklich unverschämt wird ist der Eintrittspreis von 10 EUR für eine nahezu reine Verkaufsshow. Ich nehme an, die ganzen Verkäufer drin, durften ihre Stände auch nicht für Umme hinstellen. Abzüglich der Saalmiete vermute ich trotzdem noch einiges an Gewinn für die Veranstalter.
Nein, ich denke nicht, dass ich nächstes Mal noch einmal hingehen werde. Es grenzt ja schon fast an Masochismus sich für den Preis durch diese Menschenmengen zu schieben und von einem Verkaufsstand zum anderen zu stolpern, alles auf der Suche nach den 10 oder 15 wunderschönen, handgenähten Quilts. Ich gönne es den Damen der Heidelberger Handnähgruppe wirklich, dass sie ausstellen konnten, aber mir wäre ein anderer, weniger kommerzieller Rahmen für eigentlich alle ausgestellten Quilts lieber gewesen.
Einzig die Dame mit ihren echten, alten Molas von Panama Mola und ein Stand mit einer unglaublichen Auswahl an Bändern und einigen hübschen alten Knöpfen und so etwas, waren wirklich lohnenswert.
Eines ist mir jedoch noch aufgefallen, es scheint die Zeit der Leinenquilts angebrochen zu sein. E gab doch eine ganze Reihe Verkaufsstände, die reines Leinen oder zumindest Baumwolle, die wie Leinen aussah, angeboten haben. Diese wurden dann mit einfachen Mustern zusammengenäht. Auch das Buch Quilt Artistry lag bei etlichen Ständen rum, was auch zu diesem zurück zur "Natürlichkeit"-Thema gut passt. Mal sehen, ob man in diese Richtung noch mehr sehen wird.
Alles in allem ein extrem anstrengender Nachmittag auf der Messe, gefüllt mit lauter konventionellen, gesichtslosen Quilts - bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen. Ich werde es mir wohl nicht mehr geben.
Handspindel 20.02.2010, 20.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Quilten, Patchwork





