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BFL



dies ist nun ein Strang des Blue Faced Leicester in humbug von Wingham Wool Work, noch ungewaschen. Natürlich gibt die Kamera das Garn nicht naturgetreu wieder. In Wirklichkeit ist es melierter und dunkler und nun, da es gewaschen wurde, auch noch ein kleines bisschen aufgefluffter, aber immer noch glatt und weich wie Seide. Versponnen habe ich von dem humbug etwa 600g, nun spinne ich oatmeal, denn ich möchte beide in einem Stück kombinieren. An sich schwebt mir Gewebe vor, aber das muss ich noch Abwarten.

Handspindel 21.02.2009, 08.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

Für die Einen ...

... ist es ein Rückenteil und für die Andern ....



die längste Maschenprobe der Welt.



Ich hab das Rückenteil des Aran noch einmal aufgetrennt. In mehreren Teilen gestrickt fehlte mir der notwendige Antrieb um dieses UFO jemals zu beenden. Nun wurde er in der Runde angeschlagen, was mir immer besser gefällt (und ich kann gar nicht genau sagen, warum ich das nicht sofort gemacht hatte) und ich denke, nun wird er zumindest bis zum nächsten Winter dann mal fertig werden.

Handspindel 21.02.2009, 08.15 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stricken / Knitting

Überraschung

Da war ich gestern Abend doch in Darmstadt, um mein Geburtstagsgeschenk einzulösen.

Denn ich hatte im November eine Karte (mit Begleitung natürlich) in die Comedy Hall nach Darmstadt bekommen. Ich muss gestehen, als ich die Karte bekam und je näher der Termin rückte, umso weniger war ich davon begeistert. Ich und Comedy sind eher zwei Welten, die nicht so recht zueinanderpassen. Und in meiner grenzenlosen Naivität hatte ich mir dann halt so einen "Comedian" vorgestellt, der da vorne steht und was vor sich hinblubbert und alle im Saal sollen lachen. Is nich so mein Ding.

Schweren Herzens raffte ich mich dann gestern doch noch auf und fuhr rüber. Alles hatte mich im Stich gelassen. Mein kleiner Romeo ... äh, Ramses ... war zwar hinter der hochläufigen und sehr bereiten Dame hergelaufen, aber als sie ins Auto stiegen, kam er ohne zu Zögern wieder. Das Wetter wollte mir kein Glatteis als Ausrede genehmigen und sogar mein Mann war unkooperativ und befahl mir nicht, dass ich zuhause bleiben sollte. Sieht man ganz davon ab, dass ich die liebe Schenkerin eigentlich auch nicht enttäuschen wollte. Ich kam also aus der Nummer nicht elegant raus.
Nun gut, dachte ich, das heißt es nun einmal erwachsen zu sein, man muss zu manchen Dingen einfach stehen und die Konsequenzen tragen und wenn einem Konsequenz A (Enttäuschung eines lieben Menschen und möglicherweise Bruch der Freundschaft) nicht zusagt, muss man eben Konsequenz B nehmen (einen Abend bei einem Comedian durchstehen).

Immerhin, wir waren erst lecker Essen, mit gut gefülltem Magen lässt sich sowas dann doch leichter ertragen (war so mein Gedanke). Und meine liebe Freundin ahnte wohl auch schon Schlimmes, denn sie meinte so, sie wäre mir nicht böse, wenn es mir nicht gefiel und ich gehen wolle. Immerhin, diese Versicherung hatte ich dann schon einmal und wir gingen ins Theater.

Im Foyer standen dann in Glaskästen lauter coole Handpuppen rum und ich fragte (ich muss immer wieder auf meine grenzenlose Naivität hinweisen, die mich in Schüben überfällt): "Machen die denn auch Puppentheater?"

Stille und dann breites Grinsen: "Das ist Puppentheater."

Ja das muss einem doch mal jemand sagen! Ich liebe Puppentheater. So schlecht kann das gar nicht sein, dass ich ein Puppentheater schlecht finden könnte!!!!

Und so kam es dann auch. Die Comedy Hall ist ein supercooles Puppentheater, das auf einem klassischen Kasperl aufbaut. Gestern Abend gab es "Nosferatu - Ironie des Grauens, eine Kasper-Burleske für Erwachsene frai nach F.W. Murnaus Stummfilm"
Kasperl, ein hessisches Schlappmaul und seine nicht minder grätzige Gretel werden in die Handlung von Murnaus Nosferatu geworfen und zerstören auf eine Volkstheater typische Art die Erhabenheit des Grafen und allen was dazugehört. Die Figuren sind herrlich gemacht und das ganze ist wundervoll gespielt und macht sehr viel Spaß. Schön finde ich auch immer Ausbrüche aus der Spielebene, wenn dann über die Leute im Vorgarten gelästert wird oder das Publikum direk angesprochen wird. Die Umsetzung der Nosferatu-Handlung ist intelligent gemacht und die Anklänge an den Film unglaublich schön umegsetzt. Besonders schön finde ich auch die Filmchen, die eingespielt werden und an den Stummfilm erinnern, ihn aber gleichzeitg auch verlassen und in die Kasperle-Ebene tragen.
Auch mag ich die Einfachheit des Bühnenbildes, das durch Verschieben von ein paar wenigen Elementen zwischen der Hütte des Kasperl, dem Büro Zecks und dem Schloss des Grafen hin- und herwechselt. Damit bekommt es etwas von einem Zimmertheater, auch einer Kunst, die ich sehr schätze.

Ihr seht, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und mal sehen, für was man als nächstes Karten dort kriegen kann ;o)

Was lernen wir daraus: Manchmal ist es auch gut sich einfach überraschen zu lassen, auch wenn man darauf eigentlich gar keinen Bock hat ;o)

Handspindel 21.02.2009, 08.11 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines und Alltägliches /

Tineola bisselliella

Hinter diesem niedlichen Namen verbirgt sich ein echter Schmetterling (Nachtfalter) und ein Mitglied der Familie der Echten Motten. Das Grauen einer jeder Faserverrückten, der Nachtmahr, meine persönliche Nemesis: die Kleidermotte.

Ich hatte schon vor zwei Jahren einen sehr heftigen Befall, dem ich entschlossen und zögerlich zugleich zuleibe rückte. Entschlossen, weil ich alles durchsuchte, ich kochte meine Fasern und Garne aus, ich verteilte Zedernhölzchen in der Menge einer ganzen Libanonzeder im Raum, ich kontrollierte und klopfte, ich passte auf und ich träufelte immer Zedernholzöl nach. Und zögerlich, weil ich nicht bereit war, einfach alles wegzuwerfen, das auch nur annähernd nach Befall ausgesehen haben könnte.

Die Rechnung bekam ich dann letztes Jahr: ich hatte wieder Motten und ich entdeckte auch nach einigem Suchen verschiedene Quellen:
- ein Beutel ungewaschenen Mohairs, das beim letzten Waschdurchgang vergessen worden war und
- einige Wollteppiche und -brücken meiner Eltern im Keller, die sie mangels Platz einfach so eingerollt liegen gelassen haben, sehr zur Freude dieses an sich sehr hübschen kleinen Schmetterlings.

Und beim Durchsehen meiner Vorräte kamen dann immer wieder einzelne Motten zum Vorschein, die aufgestellte Pheromonfalls gab mir recht: ich hatte wieder eine Motteninvasion.

Diesmal machte ich es anders. Erst einmal legte ich alle Zedernholzöle und anderen niedlichen ätherischen Dingens beiseite und begab mich in den Bereich chemischer Kriegsführung. Damit wurden meine Wollen und Garne über Wochen immer und immer wieder eingesprüht. Und vor zwei Tagen nun, machte ich mich an das rigorose Ausräumen.

15 große blaue Säcke und drei große Pappkartons mit gewaschenem aber unkardiertem Pommernschaf, Coburger Fuchs und Suffolk wanderten auf den Restmüll. Neuerwerbungen der letzten Wochen waren ohnehin sofort in meiner Wohnung geblieben und sind somit vor Motten einigermaßen sicher gewesen. (Außerdem lege ich nun in jede Box Mottenpapier, ich hab die Faxen dicke)

Und ich habe ein paar Dinge gelernt:
  • Wenn man nicht gleich alles ohne Skrupel und Rücksicht auf Verluste beseitigt, das befallen ist, ist eine erneute Invasion nicht zu vermeiden.
  • Es geht nicht ohne Mottengift. Das gibt es inzwischen in säugetierfreundlichen Varianten, aber ohne das ist es nicht machbar.
  • Dunkle Wollen und Garne werden schneller und heftiger befallen als helle.
  • Ungewaschenes Alpaka und ungewaschenes Mohair sind die größten Leckerbissen (wenn nicht gerade Angora da ist) und werden vor allen anderen Sorten vernichtet.
  • Gefolgt von Merino (das auch in schneeweiß) und Hundewolle (Samojede)
  • Selbst einigermaßen dicht schließende Kisten sind besser als offene. Besonders wenn man deren Inhalt regelmäßig mit Mottengift besprüht.
  • Allerdings dürfen es keine Pappkartons sein, die alles dunkel und dicht einpacken.
  • Die offenen Ikeanetze nutzen nur etwas, wenn man sie auch wirklich ununterbrochen anstupst und befühlt und bewegt. Ansonsten sind sie eine offene Einladung an alles, was sich friedlich von unten nach oben fressen möchte.
  • Zedernholz nutzt absolut nichts als Abschreckung gegen Motten. Auch nicht, wenn man es regelmäßig mit ätherischen Ölen beträufelt. Selbst unter den Zedernholzblöcken haben es sich die Motten gemütlich gemacht.
  • Lavendel scheint zu helfen, allerdings nur in riesigen Mengen und innerhalb verschlossener Behälter.
  •  Von irgendwoher hatte ich mal so Säckchen mit diversen pflanzlichen Teilen, die zur Abschreckung dienen sollten, die könnten in den offenen Netzen geholfen haben, denn ich hatte dort mottenfreie Zonen.
  • Motten befallen auch Kunststoffe, wenn ihnen mal nichts anderes bleibt, denn ich habe eine verschlossene Metalldose mit Gummibändern und Reißverschlüssen einfach so nach einem kurzen Blick hinein weggeworfen. Das wollte ich nicht saubermachen.
  • Mäuse helfen nicht gegen Motten.Dafür fressen sich Mäuse durch Leinengarne auf Konen.
Ich hoffe diesmal war ich wirklich rigoros genug und habe alles entdeckt und entfernt, was befallen war. Es ist immer noch einiges an Wollen übrig, die meisten Garne mussten entsorgt werden und mir mangelt es nicht an kreativen Ideen ;o)

Apropos Mäuse: gegen die werde ich dann als nächstes vorgehen. Aus Erfahrung der letzten Wochen weiß ich nun, dass man mit Speck keine Mäuse fängt. Ich werde es einmal mit Schoki versuchen.

Ich wünsche euch einen motten- und mäusefreien stash.

Handspindel 20.02.2009, 09.26 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Spinnen / Spinning

es geht wieder aufwärts

nach langen 2 Monaten mit ernsthaften Rückenproblemen, die in den schon bekannten Problemen meiner Hand/Hände resultierten, scheint es nun wirklich wieder aufwärts zu gehen.

Letzten Freitag war ich beim Arzt und la dottora drückte und zerrte an mir rum, bis die Rippe, die sich in meinem Brustwirbel verhakst hatte, wieder an Ort und Stelle saß. Nun kriege ich Krankengymnastik, meine Hände sehen wieder aus, wie sie aussehen sollen (nicht hübscher als vorher, aber damit muss ich leben :P) und ich fühle mich total hyper, weil ich keine Schmerzen mehr habe. Noch kann ich nicht unendlich lange am Rechner sitzen, aber es wird schon besser, wenn ich auf meine Haltung achte.

D.h., ich kann nun ernsthaft daran gehen, meine ganzen Schulden abzuarbeiten, die sich in dieser Zeit angesammelt haben. vae victis ;O)

on a lighter note: ich habe podcasts für mich entdeckt. Ja, ich weiß "gähn" werden die meisten von euch nun sagen, aber bislang sind sie an mir vorrübergegangen gewesen. OK, ich wusste, es gibt sie, aber nicht so recht für mich *bg* Aber nun habe ich angefangen Syne Mitchells weavecast zu hören und es ist klasse. Ich bin ja schon ein heftiger Leser ihres weavezine, aber weavecast hören macht einfach Spaß. Mal sehen, welche anderen podcasts ich noch für mich entdecken kann.

Außerdem musste ich demletzt feststellen, dass die Ausräumaktion meines Kleiderschranks letztes Jahr wirklich erstaunlich erfolgreich war. Letzten Sonntag stand ich vor meiner Seite des Schrankes (GöGa und ich haben einen (sic!) Kleiderschrank und eine (!) Kommode für unsere Sachen) und stellte fest: ich habe nichts anzuziehen :D. Und jetzt sagt bitte nicht, es lag daran, dass ich soviel ausgemistet habe. Das waren wirklich nur Sachen, die schon ihre Zeit abgearbeitet hatten und nicht mehr tragbar waren (bis auf mein Lieblingstshirt) oder die mir nun wirklich nicht mehr passten oder die ich wirklich nie wieder anziehen werde. Und letzten Sommer fing ich ja auch schon an, mir neue Klamotten zu nähen, doch wie es im Sommer so ist, halt nur lauter Sommertops und so. Also wird wohl die Aufgabe dieses Jahres darin bestehen, dass ich meine Garderobe so langsam mal wieder aufstocken werde. Vielleicht werde ich dann ja auch noch die "Erbstücke" meines GöGa los, die beim ihm auswanderten und zu mir wechselten, als sie ihm nicht mehr passten :D

Ihr merkt, ich bin hyper und voll Tatendrang

Handspindel 17.02.2009, 15.35 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines und Alltägliches /

Ein Hund und sein Elch



Dieses Bild wollte ich euch nicht vorenthalten. Ramses und sein Elch. Schon als kleiner Hund hat er sich in diesen Kuschelelch von Ikea unsterblich verliebt, aber seit er neben meinem Schreibtisch unter der Heizung liegt wurde es zu einem seiner Lieblingsplätze. (Ja, meine Hunde haben mehrere Plätze in dieser Wohnung und manchmal muss man einen nach rechts und einen nach links schieben um auch noch auf's Sofa zu dürfen *bg*) Wobei ganz im Moment unser grummeliger alter Herr neben mir liegt und schnarcht, denn er lehnt ein weiches Plätzchen zwischen Frauchen und Heizung auch nicht ab ;O)

Handspindel 15.01.2009, 09.20 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Allgemeines und Alltägliches /