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RH weben, die Trennvorrichtung/Separator

Angeregt durch meinen letzten Fehlversuch (ich habe dieses Teil so wenig gemocht, dass ich es nicht einmal fotografiert habe und doch fand es eine Liebhaberin. Es ist wohl wirklich so: one woman's trash is another woman's treasure), habe ich mal ein wichtiges Requisit beim Weben auf dem rigid heddle fotografiert: die Trennvorrichtung

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Inspired by my last weaving fail - I hated that thing so much, that I didn't even take a picture before it went to someone who actually liked it. It seems the adage is true: one woman's trash is another woman's treasure. Anyways, I thought I take a picture of one really important part of weaving: the separator.

seperator_3.jpg

Der Ashford RH hat zwar vorne  (Warenbaum) und hinten (Kettbaum) jeweils eine Leiste, auf der man die Kettfäden befestigen kann, aber wenn man die Kettfäden einfach so dann aufwickelt, verzieht sich die Spannung. Daher kommt es dann, dass beim Weben die äußeren Kettfäden immer lockerer werden und man dann entweder außen Lücken bekommt oder es sich innen immer weiter nach oben wölbt, bzw beides passiert.

Um das zu vermeiden ist es am einfachsten, wenn man beim Aufwickeln der Kettfäden ein langes Stück Papier (möglichst glatt) dazwischen legt. Es geht auch ein glattes Stück Baumwollstoff, auf die Breite des Webrahmens geschnitten. Zellstoff wie Küchenpapier ist übrigens nicht geeignet. Denn der behält nicht die Form, weil er zu weich ist. Deswegen sollte man lieber Papier verwenden bzw was auch geht, sind so schmale Bambusrollos oder Sushimatten.

Der Kircher hat da übrigens diese Zähnchen, wegen denen man das erst recht machen muss. An sich sollten sie zwar schon als Trennvorrichtung fungieren, aber das haut nicht wirklich so hin. Also auch beim Kircher (und erst recht allen anderen Webrahmen) eine Trennvorrichtung mit aufwickeln.

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The rigid heddle has at the front beam (cloth beam) and the back beam (warp beam) usually some bar or dowel to attach the warp threads. But when you roll up the warp, the outer warp threads will loose tension over time, which leads to holes in the selvedge and/or bulges in the middle of the fabric. To avoid that, you will need a separator. This can be an ironed roll of paper or even some ironed cotton cloth. As long as it helps to keep the warp threads in layers, so that they won't slip into each other and loose tension that way.

The Kircher RH has those teeth which are supposed to work as separator but that is mere theory. So you will have to use some paper or cloth with that one too.

seperator_1.jpg

Das ganze funktioniert übrigens für den Warenbaum genauso und kann gerade bei dünnen Geweben aus Sockengarn oder dünnerem Garn nur empfohlen werden.

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The whole theory works for the front beam as well and I can only highly recommend it for thinner fabric like the one made from sock yarn or even thinner yarn.

seperator_2.jpg

Und was da gewebt wird? Stashbeseitigung. Handgefärbtes Sockengarn in Kette und Schuss. Ich web mal solange wie das Garn reicht, knappe 20 cm breit meine üblichen knappen 3 m lang ist die Kette.

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What's on the RH now? Some stash reduction project. Hand dyed sock yarn in warp and weft. About 20 cm wide and just under 3 m long.

weaving ip_2.jpg

Handspindel 02.07.2010, 08.01

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von Helga

Ich mache das auch immer so.Manchmal muß die Zeitung herhalten.
Liebe Grüsse
Helga

vom 08.07.2010, 13.13
Antwort von Handspindel:

Zeitung ist auch prima. Diese Papierrollen waren mal eine Verpackung von irgendeiner Bestellung und sind halt klasse, weil sie genau die Breite des Ashford haben und eben ganz lange Rollen sind. 
2. von Bettina

huh, dann bin ich wohl ein besonderer kuenstler - ich hatte papier drin und hatte trotzdem die probleme mit dem rand :( ( wenn ich ja bloss mehr dazu kaeme - ohne uebung macht dieselbe eben auch keinen meister ;) uebrigens sind die koffer cool - zur not kannst du ja auch wolle/garne reinstopfen :)

vom 02.07.2010, 13.23
Antwort von Handspindel:

die Spannung sollte insgesamt natürlich stimmen und das Papier muss deutlich breiter als die Kette liegt sein, sonst wird das auch an den Rändern nichts *s*

Und klar, Wolle/Garne kann man ja bekanntermaßen überall reinstopfen ;o)

1. von Martina

Hallo Uli,
der Tip ist gold wert. Noura hat es aufgegeben zu weben weil an ihrem Kircher Rahmen sich die Fadenspannung so ungleichmäßig verzogen hat. Ich werde ihr das hier zeigen, vielleicht macht sie dann weiter.
Grüßle
Martina

vom 02.07.2010, 09.20
Antwort von Handspindel:

oh ja, das kann ich verstehen. Sowas ist aber auch nur frustrierend, ich musste es auch auf die harte Tour lernen. Beim letzten Stück, dem das daneben gegangen ist, dachte ich, bei so wenig Kette kann da eigentlich nichts schief gehen. Pustekuchen. Sie soll es wirklich mal damit versuchen

winkegrüße
U^^

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